Das Engadin gehört zu den höchstgelegenen bewohnten Tälern in Europa. Viele Jahrhunderte war das Tal nur über Pässe zu erreichen, und Güter wurden auf den schmalen Pfaden mit Maultieren und Pferden transportiert. Seit dem Ausbau der Passstrassen, und dem Bau der Rhätischen Bahn, steht das Oberengadin der ganzen Welt offen. Ob Sportler oder Gourmets, Naturliebhaber oder die Highsociety, jährlich haben Besucher aus aller Welt ein immer wiederkehrendes festes Ziel – das Engadin.
Mit der traditionellen Rhätischen Bahn fuhren wir über Schwindel erregende Viadukte und durch gewundene Tunnels von Chur nach St. Moritz. Der komfortable Bahnklassiker führt durch ein Stück reine Natur mit urigen Bergwäldern, stillen Alpweiden, rauschenden Bergbächen, durch romantische Bergtäler in die Ferienstube des Engadins, nach St. Moritz.
Wir wohnten eine Woche lang im exklusiven Kulm Hotel St.Moritz. Ein jung gebliebenes Luxus-Hotel mit viel Tradition. Es liegt mitten in der majestätischen Bergwelt des Oberengadins im Herzen des Schweizer Kurortes, und bietet einen atemberaubenden Blick auf den See. Das Hotel wurde 1856 erbaut, 2001 komplett renoviert und hat einen eigenen, historisch bedeutsamen Neun-Loch-Golfplatz direkt am Haus.
St. Moritz bietet vom Frühling bis tief in den Hebst eine Unmenge interessanter Sportmöglichkeiten. Mountainbike, Drachenfliegen, Tennis, Segelfliegen, Bergwandern, Alpinklettern, Nordic Walking, Reiten, Inlineskating, Segeln auf dem Zürichsee und vieles mehr. Wir spielten Golf. Einmal im Turnier auf dem Engadiner Samedan, und zweimal mit großem Engagement auf dem Kulm Golfplatz am Hotel.
Der Engadin Golf Samedan Platz ist die Wiege des Schweizer Golfsports. Schon 1893 bauten heimische Hoteliers hier einen Golfplatz. Auf sage und schreibe 1.730 Metern Seehöhe finden Golfer in Samedan einen topfebenen aber sehr langen Platz mit ganz eigenen Herausforderungen. Die Mischung aus fließenden und vielen stehenden Gewässern, und die Abwechslung von offenen und intimen Abschnitten, all das ist hier harmonisch zusammengefügt. Die Höhenlage lässt die Bälle weiter fliegen als im Flachland und hilft bei der Überwindung der langen Distanzen. Dazu kommt ein blühendes Rough und ein moorig federnder Boden, der den Beinen trotz 6.217 Metern kaum Kraft nimmt. Die schwungvoll lebendigen Fairways hegen den Verdacht, dass Golf spielende Stilisten der St. Moritzer Hautevolee Hand angelegt haben. Das Umfeld des Samedan Golfplatzes bildet eine Raumfüllende, aber nie erdrückende Bergwelt.
Der Kulm Golfplatz ist eine der höchstgelegenen Golfanlagen Europas. Englische Kur- und Feriengäste gaben Ende des 19. Jahrhunderts den Anstoß, ein Stück Bergwiese neben dem Kulm Hotel St.Moritz für Fairways kurz zu schneiden. Es zeigte sich sehr schnell, dass der Kulm Park eine ideale Golflandschaft war. Der Platz galt Jahrzehnte lang als ein ungeschliffener Diamant. Klein, aber fein, dürfte auf den St. Moritzer Golfplatz Kulm Golf am ehesten zutreffen. Erst jüngst wurden die historischen Greens neu konzipiert und so entstand, eingebettet in die bezaubernde Engadiner Berglandschaft, ein phantasievoller 9-Loch Golfplatz, der ähnlich einmalig ist wie der Lost City Golf Club in Süd Afrika, nur ganz anders. Die Höhenunterschiede zwischen den Abschlägen und den Greens sind enorm. Bälle, die ihr Ziel nur geringfügig verfehlen, verschwinden für immer in einer der angrenzenden Schluchten. Manche Aufstiege zu den Greens sind wie Schweiß treibende Kletterpartien zu herrlichen Aussichtspunkten. Bei manch einem Golfer kommt der Verdacht auf, dass der Kulm Golf zu anstrengend und eher für Bergsteiger geeignet sei. Aber es sind ja nur neun verrückte Bahnen, und die sollte jeder Golfer mit Anspruch auf Kompetenz, einmal im Leben gespielt haben. Die Ausblicke in die schönsten Täler des Engadin entschädigen für alle Mühen.
Übrigens: das Golf Club Restaurant Chesa al Parc, hat sich bei anspruchsvollen Gourmets und Genießern einen kulinarischen Namen gemacht.
Zur Siegerehrung und zum Abendessen trafen sich die Teilnehmer des Samedan Turniers im Grand Hotel Kronenhof. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde 2007 von der griechischen Reederfamilie Niarchos für 35 Millionen Schweizer Franken rundum saniert und auf den höchsten Stand der Luxushotelerie gebracht. Das Gourmet-Restaurant Kronenstübli im Kronenhof in Pontresina wurde 2010 beim Best of Swiss Gastro als Gourmetrestaurant für den ersten Platz ausgewählt. 16 GaultMillau Punkte stehen für die hochwertige Küche. Der österreichische Küchenchef Bernd Schützelhofer servierte uns ein Menue, das diese GaultMillau Punkte noch übertraf.
Am letzten Tag unserer Kulm-Hotel-Tage ließen wir es uns so richtig gut gehen und genossen “Wellness-Around“ im Panorama Spa & Health Club. Schwimmbad, Whirlpool, Thalasso, Massagen, verschiedene Saunen und modernste Life-Fitnessgeräte. Und das alles mit phantastischen Panoramablicken in die Engadiner Berge und auf den St. Moritzsee. Luxus pur.
Abends waren wir zu Gast beim Chefkoch Hans Nussbaumer. Der hoch dekorierte Gourmetchef pflegt die klassische und moderne Küche auf höchstem internationalen Niveau. Für uns hatte er ein Menü kulinarischer Besonderheiten gestaltet: Geräuchertes Felchen auf Blätterteig, Gratinierte Auberginen mit Mozzarella, Mediterranes Gazpacho, Sautiertes Wolfsbarschfilet auf jungen Artischocken, und als Höhepunkt Engadiner Lammcarré mit frischen Kräutern.
Die voll gereiften regionalen Käsespezialitäten mit verschiedenen Senfsaucen beendeten einen kulinarisch wunderschönen Abend im Kulm Hotel in St. Moritz.
Das Kulm Hotel St.Moritz: www.kulmhotel-stmoritz.ch
Das Grand Hotel Kronenhof: www.kronenhof com
Der Kulm Golfcourse: www.stmoritz-golfclub.ch
Golf Engadin St.Moritz Samedan: www.engadin-golf.ch
Ein weiterer schöner Platz direkt neben dem Samedan ist der Zuoz-Madulain Course, ebenfalls unter: www.engadin-golf.ch
