Der Duft der Provence

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Besonders malerisch zeigt sich das hügelige Bergland des Lubéron mit seinen pittoresken Borie-Dörfern. Gordes mit seinem Renaissance-Schloss, klebt wie ein Vogelnest hoch oben auf einem kahlen Felsen, genau wie das Raubritternest Les Baux mit fantastischen Aussichten auf die darunter liegende Ebene. Im kleinen verträumten Dorf Lacoste trieb einst der berüchtigte Marquis de Sade sein Unwesen und wie von einem Maler verzaubert erhebt sich auf einem ockerfarbenen Plateau das Städtchen Roussillon. Durch enge Torbögen und über steile Treppen erreicht man die verwinkelten Gassen der Altstadt, in der die Vergangenheit lebendig zu sein scheint. Und dann erst die Wochenmärkte! Überall in diesen Orten gibt es sie noch. Sie sind Treffpunkt für jung und alt und spiegeln zugleich die “Leichtigkeit des Seins”, die südfranzösische Lebensart wider. In Apt werden jeden Samstag die engen Gassen der Provinzstadt zu einem großen Feinkostladen. Ob Käse und Lammfleisch aus Sisteron, Melonen aus Cavaillon, Fisch von der Côte oder Kirschen, duftende Kräuter, Gemüse und Honig aus dem Lubéron – alles ist frisch. Und zwischendurch einen Pastis zum Entspannen, nicht aus der großen Fabrik, sondern aus der örtlichen Destille. – Santé!

Inmitten all dieser Fülle, dieser reichen, satten Landschaft, erheben sich auf der höchsten Stelle eines Weinberges die historischen Gebäude der erst im Herbst 2008 eröffneten Domaine La Coquillade.

Die Schöpfer dieses Luxus-Resorts, Werner Wunderli und seine Frau Carmen, sitzen bei einem Glas Roséwein im hellen Sonnenschein. Auf die Frage, warum sie sich gerade diese Ecke der Welt ausgesucht haben, um einen Hotel-Traum zu verwirklichen – antwortet Monsieur: „Wissen sie, wir Schweizer hatten schon immer ein Faible für die Provence. Ich bin so lange ich denken kann, in den Ferien mit meinen Eltern hierher gekommen und später mit meiner Frau. Irgendwann haben wir dann von diesem Grundstück gehört, das verkauft werden sollte, und nachdem wir es gesehen hatten, gab es nicht mehr viel zu überlegen. Da war sofort diese Idee, ein Hotel zu bauen, mit hoher Authentizität und selbstverständlichem Luxus, ein Refugium, wo die Sehnsucht ihr Zuhause findet.“

Finanziert wurde das Projekt von Andy Rihs (Phonak, BMC), ebenfalls Schweizer mit einer Affinität zur Provence. Zusammen mit der Domaine erwarb er 42 Hektar Land, die Hälfte davon Weinberge und entwickelte mit seinen Geschäftspartnern Wunderli ein zukunftsweisendes Tourismuskonzept auf ökologischer Basis, bei dem Wein und Genuss im Mittelpunkt stehen.

Von außen strahlen die sechs Gebäude den Charme eines romantischen, ländlichen Weilers aus, die nach behutsamer Sanierung 4 Doppelzimmer, 9 Junior Suiten und 15 Suiten beherbergen, die höchste Ansprüche erfüllen. Ausgestattet mit modernstem technischen Equipment wie SAT-TV, WiFi, iRadio, iPod-Station, Nespresso-Maschine, Minibar und Safe und feinsten französischen oder italienischen Möbeln und Textilien von Top Designern. Die edlen puristischen Bäder wurden alle von Werner Wunderli entworfen und selbstverständlich gehört zu jeder Suite eine private Terrasse oder ein Balkon – unentbehrlich bei dem meist schönen Wetter.

Doch das ganz Besondere an den alten Gemäuern, die teilweise aus dem 12. Jahrhundert stammen: sie wurden nicht nur hervorragend restauriert sondern auch mit einer innovativen Technik ausgestattet. Geheizt und klimatisiert wird mit geothermischen Wärmepumpen. Das dafür benötigte Wasser wird insgesamt dreimal zur Kühl- und Heizwecken eingesetzt und dient anschließend zur Gartenbewässerung. Solaranlagen überdachen die Parkplätze, spenden Schatten für die Autos die dort stehen und heizen gleichzeitig den stattlichen Swimmingpool. Hier wird richtig Energie gespart. Ein Gesamtkonzept aus Architektur, Ökologie und Recycling, das als einmalig und erstmalig in der Provence betrachtet werden darf. Eine Zukunft weisende Lösung, eine Verbeugung vor der Natur. „Luxus hat nur noch seine Berechtigung, wenn er ökologisch ist“, sagt Werner Wunderli.

Sein weiteres großes Interesse gilt dem Weinanbau. Schaut man von den Suiten und Terrassen hinweg über den Hotelpool und den Skulpturengarten, fällt der Blick auf Hügel, die ringsum mit Reben bewachsen sind, bis zu einem Weinkeller. Und der sei „high sophisticated“, wie Herr Wunderli sich ausdrückt. „Einige unserer Weintechnologien sind offiziell noch gar nicht erfunden worden“, sagt er schmunzelnd. Das Gut produzierte 2008 neun verschiedene Weine, von denen einige bereits erste Auszeichnungen in Frankreich gewannen.

Und das Schöne für den Urlaubsgast? Er kann miterleben, wie Trauben reifen und edle Tropfen hergestellt werden. Er kann im lauschigen Laubengarten, ähnlich den österreichischen Buschenschanken, mitten im Weinberg regionale Speisen genießen oder sich Abend für Abend vom Chef de Cuisine Christophe Renaud, der bei den Gebrüdern Haeberlin (3 Michelin-Sterne) gelernt hat, zum „Menu de Dégustation“ einfinden, wo sich Kochkunst und beste Weine zum Hochgenuss vereinen.

Doch nicht nur Gourmets fühlen sich wohl in La Coquillade. Golffreunde finden auf mehreren Golfplätzen (alle in maximal 45 Minuten zu erreichen) ihren Spaß. Seit 2009 ist das First-Class-Hotel La Coquillade dem GOLFPASS Provence-Alpes-Cote d’Azur angeschlossen und kann damit sogar Golf-Packages anbieten.

Bemerkenswert ist der Golfkurs Pont Royal in Malemorte. Seve Ballesteros ließ es bei seiner Gestaltung an Kühnheit nicht mangeln. Erst schlängeln sich die Bahnen idyllisch durch leicht wellige Waldlichtungen, dann geht es steil bergauf. Die Fairways werden offen und bieten tolle Ausblicke auf Dörfer, sanfte Hügel und schroffe Felsen. Loch 7, ein Dogleg nach links, lädt ein carrry über die Schlucht zu schlagen, die sich in der Biegung verbirgt. Doch Vorsicht: das Grün befindet sich auf einem Plateau, das nach drei Seiten abfällt. Am 11. Abschlag muss der Drive der Herren ebenfalls über eine Schlucht, in der eine Autostraße verläuft (!). Beim 13. Tee gibt es die Alternative den See zu treffen, den Schwan der darauf schwimmt oder die Trauerweide, die rechts vorm See auf einem nur drei Meter breiten Fairway steht. Wohl dem, der hier mit dem ersten Schlag das Grün trifft!

Der Provence Country Club liegt zwischen L’Isle sur la Sorgue und Fontaine-de-Vaucluse. Großer Anziehungspunkt für Touristen ist hier ein trichterförmiger Schlund, in dem sich die Quelle des kleinen Flüsschens Sorgue befindet, die bei entsprechendem Wasserstand ein aufregendes Naturschauspiel bietet. Der Golfplatz ist weniger spektakulär, bewusst schlicht gehalten und ohne große Umgestaltungen in die Berglandschaft eingepasst. Fast hat man den Eindruck, dass auch für die Grüns keinerlei Erdbewegungen vorgenommen wurden: wellig und manchmal beinahe unförmig sträuben sie sich gegen jede geplante Linie des Balles.

Im Osten der Papststadt liegt der Golfkurs Grand Avignon. Gestaltet nach amerikanischem Vorbild ist das Gelände zwar flach, aber gespickt mit zahlreichen Wasserhindernissen. Hier ist Vorsicht geboten, denn allzu oft schweifen die Blicke zum prächtigen Mont Ventoux mit seinen weißen Kalkhauben. Ab Loch 8 zeigt der “Riese der Provence” seine stolzen 1.912 Metern.

Mit dem Garden Golf d’Avignon haben Géry Watine und Thierry Sprecher eine Anlage ganz in sanften Rundungen kreiert, wo die kleinen Greens, manche auch auf einer Schrägböschung liegend, schützend von Bunkern umgeben sind. Gräben, Tümpel, Becken und Teiche, auf denen sich gesellig Wildenten tummeln und Flordia-Schildkröten zu sehen sind, begleiten die Fairways.

Landschaftlich ganz anders, zeigt sich der Golfplatz Servanes. 18 Bahnen laufen unterhalb der weißen Felsen der Alpillen und bilden einen Kontrast zum azurblauen Himmel und dem satten Grün einer überschwänglichen Vegetation. Olivenbäumen, Weinreben und Zypressen wachsen hier, künstliche Kaskaden-Seen fordern zum Spiel übers Wasser. Doch nicht nur den Augen schmeichelt die Golfanlage, auch den Sinnen. Würzig riecht es nach Myrten, Lorbeer, Thymian und Rosmarin, die Luft ist erfüllt vom Zirpen der Zykaden. Schöner kann ein Golftag nicht sein.

Information:
La Coquillade, F-84400 Gargas,Vaucluse
www.coquillade.fr, Tel. +33 (0) 4 90 74 71 71
Weingut: www.aureto.fr

Domaine de Pont Royal, F-13370 Mallemort,
Tel. +33 (0)4 90 57 40 79, www.golf-pontroyal.com
18 Loch, Par 72, 6303 Meter

Provence Country Club, Route de Fontane de Vaucluse, F-84800 Saumane
Tel. +33 (0)4 90 20 20 65, www.provencecountryclub.com
18 Loch, Par 72, 6099 Meter

Golf Grand Avignon, Les Chênes Verts, F-84270 Vedéne,
Tel. +33 (0)4 90 31 49 94, www.golfgrandavignon.com,
18 Loch, Par 72, 6037 Meter

Garden Golf d’Avignon, Route de Châteaublanc, F-84310 Moriéres les Avignon
Tel. +33 (0) 4 90 33 39 08, www.gardengolfavignon.com,
18 Loch, Par 72, 6025 Meter, 9 Loch, Par 28, 1200 Meter

Golf de Servanes, F-13890 Mouries
Tel. +33 (0)4 90 47 59 95, www.opengolfclub.com/servanes
18 Löcher, Par 72, 6121 Meter, Architekten: T Sprecher & G Watine 1989

Golfpass Provence:
Mit dem Erwerb des Golfpasses Provence erhält man Zugang zu den 16 Golfplätzen in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur in 5 Departements: Alpes de Haute-Provence, Hautes-Alpes, Bouches-du-Rhône, Var und Vaucluse. Der Pass besteht aus einem Heft mit 3 oder 5 Green Fees und ist ganzjährig zu einem Pauschalpreis erhältlich. Dieses Angebot ist Gästen aus dem Ausland, sowie französischen Golfern außerhalb der Region Provence-Alpes- Côte d’Azur vorbehalten.
www.golfpass-provence.com

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