Die schönste Art sich durchs Leben zu schlagen

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Ist der Herbst nicht die schönste Zeit zum Golf spielen? Besonders in der österreichischen Steiermark. Dann ist es nicht mehr so heiß, aber immer noch wunderbar warm. Die Landschaft zeigt sich in einer Schönheit, die in ihrer betörenden Art für Seelen-Erholung pur sorgt – auch wenn man mal kein Par erzielt.

Die Burg Deutschlandsberg ist eine von neun Übernachtungsmöglichkeiten, die zusammen mit drei Qualitätsgolfplätzen Ferien in der Südweststeiermark unter dem Motto „Golf und Genuss“ anbieten. Ihre historischen Wurzeln reichen zurück bis in die Steinzeit. Einst wehrhaft und stolz, stecken heute gastlicher Charme und behagliche Wohnqualität in ihren alten Mauern. Eine himmlische Ruhe sorgt für erholsame Nächte, beim Aufwachen geht der Blick aus den Fenstern weit über sonnige Täler, Wälder, Weinberge und liebliche Ortschaften. Am Abend verzaubert Haubenkoch Karl Christian Kollmann – ein Schüler seines berühmten Landsmannes Johann Lafer – mit einem exquisiten 4-Gänge-Menü seine Gäste. Oder mit einem Styria Beef, dem Premium-Rindfleisch der steirischen Bio-Bauern, das fett- und cholesterinarm ist, dafür reich an hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen und ganz besonders zart. Dazu gibt es passende einheimische Weine, die weit über die Landesgrenzen berühmt sind.

Die österreichischen Winzer haben es Dank höchster Qualitätskontrolle und dem strengsten Weingesetz der Welt (verabschiedet 1985) geschafft, dass ihre Weine wieder zu den Favoriten zählen. Besonders unterhalb der steirischen Landeshauptstadt Graz beginnt für viele Weinliebhaber ihr ganz persönliches Paradies. In keinem anderen Weinbaugebiet Europas werden so viele Sorten kultiviert. Es dauert Tage, die verschiedenen Sorten zu verkosten. Welschriesling, Traminer, Morillon, gelber Muskatteller, grauer Burgunder, Sauvignon und auch den einfachen Schilcher-Wein. Er passt gut zu den herzhaften Waldschwein-Würstl im Jagahof, zum knusprigen Backhendl beim Stöcklpeter, zum deftigen Gulasch in der Taverne, zum Vogerlsalat mit steirischen Kürbiskernöl oder zu jeder anderen Mahlzeit. Es ist wie im Schlaraffenland. Überall in den unzählbaren Buschenschänken, den Heurigen, den Dorfgasthäusern, den Weingütern und Haubenlokalen entlang der acht Weinstraßen, werden erstklassige Produkte aus eigenem Anbau angeboten.

Bei Ewald Zweytick in Ratsch an der Südsteirischen Weinstraße, trinken wir einen Sauvignon Blanc mit dem Namen „Don’t cry“. Nein, es gibt keinen Grund zum Schreien. Auch nicht bei der Nennung des Preises. Denn was gibt es Schöneres, als hier auf dem Hof zu sitzen, im Schatten eines Baumes, umgeben von sonnigen Weinbergen, und diesen herrlichen Wein zu genießen. Golf spielen vielleicht? Auch das kann man bei Ewald Zweytick. Zumindest ansatzweise. Dann nämlich, wenn einmal im Jahr in seinem Weingut die Sauvignon Open gespielt werden. Dabei sind vor allem auch Nichtgolfer herzlich willkommen. Denn beim Versuch den rund 150 Meter entfernten Karpfenteich zu treffen, bringt jeder Ball der geschlagen wird, 10 Euro für das Spendenkonto der Leukämiehilfe Steiermark.

Richtiges Golf dagegen, wird innerhalb der Golf und Genuss-Ferien im Golfclub Erzherzog Johann-Golfanlage Maria Lankowitz, im Gut Murrstätten, und im Schloss Frauenthal gespielt. Maria Lankowitz am Rande eines leicht hügeligen Landschaftsschutzgebietes gelegen, hat sich durch die mehrmalige Austragung der Gösser Open weit über die Grenzen hinaus als überaus sportliche und anspruchsvolle Anlage präsentiert. Mit dem Neubau des Clubrestaurants und des Golfhotels, ist nun auch ein Urlaub direkt am Golfplatz möglich.

Der Golfclub Murrstätten präsentiert sich als absolut flacher Platz. Der holländische Architekt Joan Dudok van Heel war hier ganz in seinem Element und hat diesem nahezu baumfreien Gelände mit künstlichen Grasdünen und großen Bunkern britisches Flair verliehen. Die teilweise stark ondulierten Grüns in Verbindung mit den Wasserhindernissen – acht Löcher führen an zwei großen Seen vorbei – machen das Spiel zu einer sportlichen Herausforderung. Rings um das Renaissance-Schloss Frauenthal liegt ein Golfplatz der besonderen Art. Die ersten 11 Löcher schlängeln sich zwischen mehrere hundert Jahre alten Eichen, Biotopen und Teichen entlang. Für die restlichen sieben Löcher sollte man die Kondition einer Bergziege haben, wird aber mit herrlichen Golfbahnen belohnt und danach – schließlich sind wir hier an der Schilcher Weinstraße – gibt es österreichische Schmankerln und ein Glaserl Wein. Ein echter Genuss!

Informationen: Kurt Weißenberger | www.golfundgenuss.at

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